18. August 2009

Der Modeherbst hat längst begonnen, schon sind die Auslagen gefüllt, die Trendseiten der Hochglanzmagazine gespickt und unsere Shoppingliste elendslang. Ja, was brauchen wir nicht alles, um in der kommenden Herbst/Winter-Saison stilsicher auftrumpfen zu können? Wobei, unsere Schränke sind ja gar nicht leer. Ganz im Gegenteil, aber dennoch fehlt uns doch so einiges. Was wir uns aber tatsächlich leisten können, hängt von unserem Budget ab. Und krisenbedingt, ob es uns nun tatsächlich betrifft oder nicht, sind wir generell sparsamer geworden. Dazu kommt, dass es ja bekanntlich keine No-No’s mehr gibt, alles ist erlaubt und der individuelle Kleidungsstil sogar das vorherrschende Credo! Vintage-Boutiquen, Second-Hand-Läden und Tauschzentralen boomen und geprotzt wird neuerdings mit Schnäppchen und günstig erstandenen Einzelstücken. Nur in Schuhe & Stiefel schlüpft man doch gerne als Erstbesitzer. Zudem Accessoires in den letzten Jahren zu DEN Look-Machern avancierten und extravagantes Schuhwerk zunehmend so manchem Outfit die Show stiehlt.
Starmodel Erin Wasson verriet mir:
„Ein schlichtes T-Shirt und High Heels und du bist top gestylt!“
In gewisser Weise hat sie Recht, aber für all diejenigen, die doch auch gerne unten herum etwas anhaben möchten, aber gleichzeitig mit ihren Finanzen haushalten müssen, schlage ich das „TAUSCHE-KLEIDERSCHRANK-SPIEL“ vor.
Spielanleitung
2-4 Mitspielerinnen, in Statur und Körpergröße möglichst ident.
Vorbereitung
Die Mitspielerinnen stellen gegenseitig ihren Kleiderschrank zur Besichtigung und in weiterer Folge zur freien Entnahme zu Verfügung. Ein Glas Sprudelwein ist kein Muss, kommt aber meistens gut an!
Spielverlauf
Der Schrankinhalt wird der jeweiligen Mitspielerin präsentiert bzw. spielerisch angepriesen. Wie in einer Boutique darf nun gestöbert werden. Die Gegenkandidatin, darf sich jetzt fünf (die Anzahl ist individuell variabel zu verhandeln) einzelne Kleidungsstücke aussuchen, die sie natürlich auch vor Ort probieren darf. Ein Zeitlimit von 15 – 30 Minuten ist hierbei zu empfehlen.
Ortswechsel: die Einkäuferin stellt nun ihre „Heim-Boutique“ vor und jetzt wird quasi Schrank getauscht bzw. ebenso viele Teile „eingekauft“. Wie lange die Spielteilnehmerinnen die Outfits „ausleihen“ oder gar für immer behalten dürfen ist Verhandlungssache.
Nebeneffekt
Es macht Spaß und neue Kombinationsmöglichkeiten tun sich auf. Außerdem, der eigene Schrank wird durch das Interesse der anderen generell aufgewertet. Ihr werdet staunen, was da alles zum Vorschein kommt.
Probieren geht über Studieren
Versucht es doch ganz einfach und berichtet mir darüber, ganz besonders freue ich mich über Fotos in euren neuen Outfits!
Veröffentlicht in Editorial um 9:45am
Veröffentlicht von Liane