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7. Dezember 2009
Karl Lagerfelds Kurzfilm: Chanel Paris - Shanghai Part 1, 2 & 3
Mode ist Chanel und Chanel ist Mode – die Stilikone Coco Chanel ist sogar jenen Menschen ein Begriff, die Kleidung eher unter nützlichen als ästhetischen Gesichtspunkten betrachten. Der aktuelle Film mit der zauberhaften Audrey Tautou (Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft / Coco avant Chanel) zeigt ja nur eine, historisch nicht 100% belegte, Facette ihres turbulenten Lebens.
Aber wie auch immer man den bereits mehrmals verfilmten Geschichten, Skandalen, und Anekdoten über die aus ärmsten Verhältnissen stammende Französin gegenüber steht, COCO CHANELS Pionierarbeit als Modedesignerin hat bis heute bestand. Hinzu kommt, dass es Karl Lagerfeld meisterhaft verstand, den unvergleichlichen Chanel-Stil über die Jahrzehnte zu bewahren bzw. ihn immer wieder neu zu interpretieren. Chapeau Monsieur! Ganz besonders ziehe ich den Hut vor seinem letzten Defilee (Cruise 2010) in Venedig, denn lässiger kann man COCOS-LOOK nicht tragen.
Chanel-Fakes und Look-Alikes gibt es übrigens von A bis Zara und allerlei Perlenbijoux in jedem Accessoires-Laden. Dennoch zögern viele junge Damen, sich à la Chanel zu kleiden, aus Angst zu “alt” oder gar spießig zu wirken.
Daher mein TIPP: Auf die Details kommt es an… (Siehe Fotogalerie)



Mama Shelter (siehe LS testet) gilt derzeit als das hippste Haus in der Stadt an der Seine. Zentraler gelegen und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet das kleine 2-Stern Hotel Saint Thomas d’Aquin. Es befindet sich mitten in Saint Germain des Prés in einer ruhigen Straße. Zugegebenermaßen sind die Zimmer winzig, aber der Service ist vorbildhaft und das Ambiente sehr charmant – ein echter Geheimtipp. Im Nebengebäude befindet sich die etwas edlere Dependance, das Hotel Saint Vincent (3 Sterne+). Beide Häuser besitzen das, was man das typische Pariser Flair nennt…
Bar du marché (hier trifft sich tout Paris, ein bunter Mix aller sozialer Schichten – ein Tipp für Reisende, die typische In-Lokale satt haben und das wahre Leben einer Stadt inhalieren möchten), Café de Flore (historisch-romantisch), Georges (Kultlokal im Centre Pompidou), l’Eclaireur (der INSTORE-Modetreff), Ladurée Le Bar (teuer, aber so stylisch – unbedingt die berühmten Macaroons probieren…), Bario Latino (lässiger als die In-Schwester Buddha Bar) oder le Chien qui fume, Kong sind nur ein paar meiner Lieblingslokale.
Le Bon Marché, sollten Sie unbedingt in Ihre Paris-Shoppingtour einplanen, schließlich konstruierte kein geringerer als Gustave Eiffel das älteste Kaufhaus von Paris, das 1850 seine Glastüren öffnete. Deutlich jünger, aber was die ursprüngliche Idee des Concept-stores betrifft auch schon ein „alter“ Hase, lockt Colette – als die Mutter aller HOT-Shops – immer noch die It-People aller Herren Länder an. Kein Wunder, dienen die Schaufenster und das bunte Colette-Sortiment (von Taschenkalender, über Digitalkamera bis zu Designerklamotten) stets als Trendbarometer. Zum Bummeln und Windowshopping ist natürlich die Prachtstraße Rue du Faubourg-Saint Honoré zu empfehlen. Hier befinden sich die meisten Flagshipstores aller internationalen Toplabels. Gleich neben Colette darf sich frau über den putzig-verspielten sexy Dessous-Shop von Créatrice Chantal Thomass freuen. Dann Lanvin, Hermes, Goyard (die frz. Traditionsmarke mit JETSET-Allüren), Louis Vuitton Champs Elysées (auch architektonisch ein HIGHLIGHT) und natürlich die kürzlich eröffnete Boutique von Roberto Cavalli auf sieben Etagen (600 m²): Das Cavalli Paradiso hat Roberto Cavalli übrigens seiner Frau Eva (sie ist gebürtige Österreicherin) gewidmet. Die Schlange – sein Symbol – als Hommage an seine Frau Eva ziert die Türgriffe des sieben Etagen „reichen“ Einkaufstempels. Spätestens hier erfährt man, dass Understatement ein Fremdwort für den italienischen Modeschöpfer ist.
Hier noch ein kleine Auswahl meiner Paris-Favourites: Didier Ludot, Sephora, Anne Fontaine-Bien Être, Fifi Chachnil, Zadig & Voltaire Paris…
Passend zum aktuellen Marinelook-Hype bietet die aktuelle Ausstellung über die nautische Mode im Musée da la Marine einen wunderbaren Überblick und ist vor allem für alle Modegeschichte-Interessierten ein Must-Go! Enfant terrible Jean Paul Gaultier steht ja seit Jahren auf die „gestreiften T-Shirts“, seine Boutique auf der Avenue George 5 ist für mich immer ein Highlight.
Wählen Sie das Lokal für Samstag Nacht stets nach der möglichen Erreichbarkeit per pedes (sprich: in Fußweite Ihres Hotels oder Ihrer Unterkunft) aus. Denn an besagten Abenden sind Pariser Taxis Mangelware. Glauben sie einer, die schon kilometerlange Nachtspaziergänge in HIGH Heels hinter sich hat…
Das kunterbunte Viertel Marais am Sonntag Vormittag ist immer wieder sehenswert. Die meisten Läden sind hier eben auch Sonntags geöffnet. Unzählige lokale Boutiquen und ein unkompliziertes Flair verzaubern mich jedes mal von neuem. Und generell ist am Sonntag Marktzeit in Paris… Obst, Gemüse, Fisch oder leckere Croissants – die Pariser kaufen gemütlich am Sonntag ein…
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